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Direkthilfe in Planungsphase

"Schulen für Kaschmir"

“This is the Position of the School” sagt Sardar Qamar Zaman, unser Gastgeber und Freund in Bagh, Kaschmir, bei jedem Photo, das er uns zeigt. Und die „Position“ der Schulen ist sehr schlecht. Alle Photos zeigen zerstörte Schulen, dem Erdboden gleich, nur selten erkennt man noch einzelne Wände.

Wir sind nach einem guten Monat wieder in Kaschmir, um die Zukunft von Direkthilfe hier zu planen. Qamar Zaman und viele unserer Freunde vor Ort sind sich einig, dass das Wichtigste im Moment der Wiederaufbau der Schulen ist, um den hohen Bildungsstandard Kaschmirs auch in Zukunft zu gewährleisten und für die Zukunft zu verbessern.

Heute, knapp 5 Monate nach dem Erdbeben und am Ende des kalten Winters, beginnen die Kinder zwar langsam wieder in die Schulen zu gehen, in Zeltschulen, die von verschiedenen Organisationen vorübergehend errichtet wurden. Es ist noch unklar, wer die Schulen wieder aufbaut. Das Niveau der Erziehung in Kaschmir ist vergleichsmässig hoch. Viele der jetzt zerstörten Schulen waren Mädchenschulen.

Wir sehen es als den wichtigsten Schritt, die Überreste von Schulen in verschiedenen Dörfern zu besichtigen und fahren auf kleinen Strassen in die Berge nordwestlich von Bagh. Es regnet in Strömen. Draußen viele Zelte, Schlamm und Kälte. Einige Strassen sind gesperrt, die Flüsse voll braunem Wasser. Wir fahren an Direkthilfe-Sheltern vorbei, die laut Aussagen der dort lebenden Kashmiris eine feine warme Unterkunft und genügend Schutz auch gegen Regen und Schnee bieten.

Das Wetter ist unruhig, doch die Lage in Bagh scheint sich etwas beruhigt zu haben. Der Frühling steht vor der Tür und viele Menschen bereiten sich auf den Wiederaufbau ihrer Häuser vor. Die Regierung hat Geld versprochen. Einige Hilfs-Organisationen bleiben noch ein paar Monate und bieten weiterhin Zelte an, Essen, medizinische Versorgung, auch Workshops zum Bau erdbebensicherer Häuser sind angelaufen.

Gemeinsam mit einer schottischen Gruppe überlegen wir, ein Programm zur psychischen Betreuung der Überlebenden zu starten. Eine andere Idee, die von den Kashmiris sehr positiv aufgenommen wird, ist, Gemüse-Samen zur Verfügung zu stellen, um Felder zu bestellen, um damit in den kommenden Monaten den Alltag wieder herzustellen und Hilfe zur Selbsthilfe ermöglichen.

Für den Wiederaufbau der Schulen bereiten wir inzwischen einen Plan vor, besichtigen viele vorgefertigte Schuleinheiten die umgehend und kostengünstig aufgebaut werden können, um schnell einen trockenen und angemessenen Platz für Bildung zu bieten.

Andreas

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